Kameradrohnen

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Worauf sollte man beim Kauf einer Drohne achten?

Drohnen bzw. Multicopter, wie sie auch bezeichnet werden, erfreuen sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Mit einer Drohne für den Privatgebrauch lassen sich kinderleicht Luftaufnahmen in Form von Fotos und Videos erstellen. Sei es das Festhalten von Urlaubseindrücken oder die Anfertigung eines spektakulären Naturvideos – Kamera-Drohnen ermöglichen einzigartige Perspektiven und bieten viele Möglichkeiten für die kreative Videoerstellung.

Damit Sie bei der Vielzahl an angebotenen Drohnen mit Kamera schlussendlich die richtige Drohne für Ihre Ansprüche kaufen, geben wir Ihnen hier einige Tipps, um ein passendes Modell auszuwählen. Von günstigen Einsteigerdrohnen für um die 100 € bis zu teuren High-Tech-Drohnen für über 1000 € ist auf dem Markt alles erhältlich. Worauf Sie beim Kauf achten sollten und was die wichtigsten Eigenschaften von Kameradrohnen sind, erfahren Sie auf dieser Seite.

Die wichtigsten Kaufkriterien

Beim Kauf einer Drohne für Foto- und Filmaufnahmen ist naturgemäß die verbaute Kamera eines der wichtigsten Kriterien. Von HD-, über Full HD- und 2,7K-Kameras bis zu 4K-, 6K- und sogar 8K-Kameras ist mittlerweile alles erhältlich.

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Typische Luftbildaufnahme mit einer Kameradrohne.

Wir empfehlen Ihnen, mindestens auf eine 2,7K-Kamera zu setzen. Heutzutage besitzen sogar viele günstige Drohnen bereits eine 4K-Kamera. Bei allzu günstigen Modellen ist jedoch Vorsicht angebracht. Oftmals werben die Hersteller zwar mit „4K“, jedoch betrifft dies häufig nur die Foto-Funktion und Videos werden nur in HD aufgezeichnet. Hier lohnt sich also immer ein genauerer Blick in die technischen Daten.

Drohnen mit solider 4K-Kamera sind meist erst ab ca. 300 € aufwärts erhältlich. Und selbst dann sollten Sie stets auf noch ein weiteres Merkmal der Drohne achten: Den Gimbal. Ein solcher Gimbal ist im Endeffekt eine Kameraaufhängung, welche die Eigenbewegungen der Drohne von der Kamera trennt. Dies führt zu Videos ohne Verwacklungen, die bei Abwesenheit eines Gimbals nicht möglich sind.

Man unterscheidet Gimbals anhand der Anzahl der von Ihnen stabilisierten Achsen. Üblich sind 1-Achs-, 2-Achs- und 3-Achs-Gimbals, wobei nur die letzteren wirklich gute Ergebnisse ermöglichen. Mittlerweile sind auch immer öfter 2-Achs-Gimbalsysteme mit elektronischer Stabilisierung der dritten Achse anzutreffen. Die Technik hat hier beachtliche Fortschritte gemacht, jedoch sind mechanische 3-Achsen-Gimbals nach wie vor das Maß der Dinge.

Abseits von Gimbal und Kamera ist sicherlich die mögliche Flugdauer ein weiteres wichtiges Kaufkriterium. Allgemein liegen Flugzeiten von Kameradrohnen zwischen ca. 5 bis 30 Minuten. Wir empfehlen Ihnen auf ein Modell mit mindestens 15 Minuten Flugzeit zu setzen. Mehr ist natürlich stets besser.

Auch die Reichweite, in der Sie die Kamera-Drohne steuern können ist ein nicht zu vernachlässigendes Feature. Je nach Hersteller und Modell sind hier Werte zwischen 100 Metern und mehreren Kilometern gängig. Auch wenn man in den meisten Ländern nur in Sichtweite fliegen darf, ist eine hohe Maximalreichweite immer vorteilhaft. Je größer die Reichweite einer Drohne ist, desto stabiler ist auch das Signal in geringeren Entfernungen. Da sich Hindernisse wie Gebäude oder Bäume negativ auf die Verbindungsqualität auswirken, ist ein starkes Signal von Vorteil, wenn man Verbindungsabbrüche vermeiden will.

Zu guter Letzt ist ein guter Support sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen ein wichtiger Punkt bei der Kaufentscheidung einer Drohne. Es bietet sich daher an, auf einen etablierten Hersteller zu setzen, der möglichst auch einen Firmensitz bzw. Zweitsitz in Europa oder noch besser Deutschland hat. Einer der weltweit größten und aktuell beliebtesten Hersteller von Drohnen, auf den die eben genannten Kriterien zutreffen, ist zweifelsohne DJI. Das chinesische Unternehmen entwickelt und fertigt verschiedenste Drohnen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis und darf momentan getrost als Branchenführer bezeichnet werden.

Weitere beliebte Hersteller sind Parrot, Yuneec, Eachine, Holy Stone, Snaptain, Hubsan und Potensic.

Gute Kameradrohnen für Foto- und Filmaufnahmen

Wie bereits eingangs erwähnt sollten Sie bei der Wahl einer Videodrohne mindestens auf ein Modell mit 2,7K-Kamera und mit Gimbal zurückgreifen. Eine gute Wahl im unteren Preissegment wäre hier unserer Meinung nach die DJI Mavic Mini. Mittlerweile ist auch ihr Nachfolger, die DJI Mini 2 erhältlich, die nun sogar über eine 4K-Kamera verfügt.

Etwas teurer, dafür aber noch besser ausgestattet sind die DJI Mavic Air und DJI Mavic Air 2. Beide Modelle sind für anspruchsvolle Drohnenpiloten zu empfehlen. Auch die Parrot Anafi ist auf jeden Fall einen Blick Wert. Etwas günstiger, aber ebenso gut ausgestattet sind die Xiaomi Fimi X8 SE oder die Xiaomi Fimi A3. Des Weiteren lohnt auch ein Blick zur Hubsan Zino 2.

Die besten Drohnen mit Kamera für unter 200 Euro

Im Preissegment unter 200 Euro kommen nur wenige Drohnen überhaupt in Frage, wenn man auf der Suche nach einer wirklich guten Kameradrohne ist. Die meisten günstigen Drohnen verfügen entweder nur über HD-Kameras und/oder besitzen keinen Gimbal, um die Aufnahmen zu stabilisieren.

Lohnende Modelle könnten hier die Holy Stone HS510, die HS120D oder die Hubsan H501S X4 sein. Auch der UpAir One Quadrocopter bietet eine 4K-Kamera und ist mit einem 2-Achs-Gimbal ausgestattet.

High-End Kameradrohnen

Im Bereich der High-End-Drohnen kommt man aktuell kaum an DJI vorbei. Die beiden Modelle der DJI Mavic 2 Serie sind ganz klar die aktuell mit besten Drohnen für den Privatgebrauch. Die DJI Mavic 2 Pro besitzt eine 20 Megapixel Hasselblad-Kamera und nimmt Videos mit 10 bit Farbtiefe auf. Die Zoom-Version überzeugt mit optischem zweifach-Zoom und 12 Megapixel-Sensor.

Noch etwas höhere Auflösungen bieten aktuell nur die Autel Evo 2 und Autel Evo 2 Pro. Die beiden Modelle besitzen sogar eine 8K- bzw. 6K-Kamera und stehen auch in allen anderen Belangen der DJI Mavic 2 Serie in nichts nach.

Eine weitere Alternative für anspruchsvolle Filmemacher ist der Yuneec Typhoon H Plus. Der Hexacopter besitzt eine um 360° drehbare 4K-Kamera und überzeugt durch lange Flugzeit, hohe Reichweite und eine professionelle Fernsteuerung mit 7“-Display.

Spielzeugdrohnen

Offiziell werden Multicopter als Spielzeug bezeichnet, sofern sie weniger als 250 Gramm wiegen und über keine Kamera verfügen. Nur dann sind sie auch von Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Auch eine Registrierung als Drohnen-Pilot ist bei Spielzeugdrohnen nicht notwendig.

Wir empfehlen Ihnen bei Kauf einer Spielzeugdrohne für Kinder auf einen Propellerschutz zu achten. So ein Schutzkäfig um die Rotoren schützt nicht nur die Drohne vor Beschädigungen bei Kollisionen, sondern vor allem auch die Kinder, sollte die Drohne ihnen einmal zu nahekommen.

Die Auswahl an Herstellern von Spielzeugdrohnen ist riesig. Achten Sie beim Kauf am besten auf positive Rezensionen und vergleichen Sie einige Modelle miteinander, bevor sie zuschlagen.

Social-Media- und Web-Profile

Auf der Website https://drohnen-tipps.beepworld.de finden Sie weitere hilfreiche Tipps zum Thema Drohnen kaufen und erfahren auch etwas mehr über die rechtliche Situation. Seit Einführung der EU-Drohnenverordnung gelten in allen europäischen Ländern neue Vorschriften für den Betrieb von AUS (Umnanned Aircraft System).

Auf der Website https://dev.azure.com/thomasfrentze/Drohnen entsteht ein Entwicklungsprojekt zum Thema Drohnen. Hier sollen künftig viele hilfreiche Informationen zum Thema Drohnen und Multicopter zusammenfließen.

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